Wil Salden und sein Glenn Miller Orchestra sind die einzige Big Band, die sich außerhalb der USA "Glenn Miller Orchestra" nennen darf. Der einzigartige und unvergessene Glenn-Miller-Sound wird von diesem Orchester jedes Jahr über 150-mal in ganz Europa live präsentiert. Volle Häuser geben Salden in seiner Arbeit Recht.
Wil Salden wurde am 14.06.1950 in Obbicht in den Niederlanden geboren. Schon in frühen Jahren ein Fan der Sweet- und Swing-Musik der vierziger Jahre, studierte er in den Jahren 1967-1972 Klavier an der Musikhochschule in Maastricht. Bereits während seines Studiums trat er immer wieder mit kleineren Musikgruppen auf.
Bald gründete er seine eigene Band. Im Jahre 1978 begann der Arrangeur und Orchesterleiter mit seinen Glenn-Miller-Studien. Auf seinen Konzertreisen hatte er erfahren, dass die authentische Glenn Miller-Musik immer noch die Konzert- und Ballbesucher begeistert, und nach und nach erweiterte er sein Repertoire in diese Richtung. Er forschte an den Quellen der Glenn-Miller-Geschichte und es gelang ihm, das Original-Notenmaterial zu erhalten. Doch nicht alle Stücke waren vorhanden, manches musste Note für Note von alten Platten abgeschrieben und im Glenn-Miller-Stil arrangiert werden.
1990 schließlich fand am Broadway das Ereignis besonderer Art statt: Der Präsident der Glenn Miller Productions Inc. übertrug dem Orchesterleiter Wil Salden die Leitung des Glenn Miller Orchesters für Europa.
Das wichtigste Markenzeichen des Glenn Miller Orchestra ist der runde und perfekte Big Band-Sound. Wil Salden übernahm dabei das Patentrezept von Glenn Miller: Der spezielle Sound basiert auf den Klangeigenheiten von zwei Altsaxophonen, zwei Tenorsaxophonen und einer Klarinette. Dem Gerücht nach soll der Miller-Sound per Zufall entstanden sein. Während eines Auftritts soll sich der erste Trompeter an der Lippe verletzt haben, so dass die Klarinette die Trompetenstimme übernehmen musste – der Miller-Sound war geboren. Wil Salden: "Bei uns spielt die Klarinette die erste Stimme und wird eine Oktave tiefer vom zweiten Tenorsaxophon begleitet. Die Begleitung wird von zwei Altsaxophonen und dem ersten Tenorsaxophon übernommen.“
Mit seinem Spitzenensemble möchte Wil Salden die Swinggeschichte von 1940 bis in die 80er Jahre wieder in Erinnerung rufen. Dabei wurde auf die großen Gassenhauer des Swing zurückgegriffen, wie "New York, New York", "Begin the Beguine" oder "Harlem Nocturne" u.v.m.